„Erhalt des Juridicums definitiv (und nicht nur optional) festlegen!“

(pm/fsm) – Das Gebäude des Juridicums auf dem künftigen Kulturcampus in Bockenheim soll dauerhaft erhalten und umgenutzt werden – in Teilen für studentischen Wohnraum. Diese Forderung der vierten Stadtteilversammlung am 28. September 2022 greift die Fraktion der GRÜNEN im Ortsbeirat 2 in einem Antragspaket auf.

Gefordert wird, im bevorstehenden Architekturwettbewerb den Erhalt des Juridicum definitiv (und nicht nur optional) festzulegen.

„Eine Erhaltung des Gebäudes lediglich als Option reicht nicht aus, angesichts der Abriss- und Tabula rasa-Haltung der ABG-Holding als künftige Eigentümerin. Wie sollen sich die teilnehmenden Büros bei aller Kreativität angesichts dieser Unklarheiten verhalten? Wir wollen eine klare Positionierung der Stadt pro Erhalt des Juridicums, sowie gleichzeitig eine attraktive Platzierung der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst an der Bockenheimer Landstraße – im baulichen Kontext mit dem Juridicum“, sagt Ortsbeirätin Carola Scholz.

Die GRÜNEN im Ortsbeirat 2 schließen sich mit der Forderung nach dauerhaftem Erhalt des Juridicums ausdrücklich den Äußerungen der Baudezernentin Sylvia Weber an, die aus Gründen des Klima- und Ressourcenschutzes ein grundsätzliches Umdenken und das Weiterbauen mit dem Bestand fordert. Das Gebäude des Juridicum mit seinen 17.500 qm Bruttogeschossfläche bietet die einmalige Chance, durch Umbau einen hohen Wohnanteil auf dem Areal zu erreichen, Energie- und Materialressourcen zu sparen und ein innovatives Umbauprojekt mit unterschiedlichen Nutzungen in Bockenheim zu ermöglichen.

Eine weitere Forderung der grünen Fraktion ist es, zuzulassen, dass der Labsaal als Skate-Halle bis zu einem Baubeginn der Hochschule zwischengenutzt werden kann. Ortsbeirat Daniel Brenner: „Die Zwischennutzung des Labsaal ist seit einem Jahr eine Forderung der Skater-Szene und wäre gerade im jetzt beginnenden Winter interessant und außerdem problemlos möglich.“

Der Magistrat wird des Weiteren aufgefordert, Auskunft darüber zu geben, wie die Zukunft des Zentrums der Künste auf dem Kulturcampus-Areal aussehen könnte – baulich, nutzungsmäßig und finanziell. Generell wird der Magistrat aufgefordert, bezüglich der Vorstellungen für den Kulturcampus mehr Transparenz und Öffentlichkeit herzustellen.