„Brücke 5“ erstrahlt in frischen Farben

(pm/fsm) – „Was verbinde ich mit Sindlingen, dem Industriepark oder dieser Brücke?“ – diese Frage hat die Nachbarinnen und Nachbarn des Industrieparks Höchst geleitet, die sich an der Verschönerung der „Brücke 5“, einer Unterführung an der Werksbrücke West des Standortes, beteiligt haben.

Eine Graffiti-Collage ziert nun die Wände des öffentlichen Durchgangs. Auf Initiative von Infraserv Höchst haben das Kinder- und Jugendhaus und das Quartiersmanagement Sindlingen eine Graffiti-Aktion ins Leben gerufen, deren Ergebnis vor kurzem gemeinsam mit den jungen Künstlerinnen und Künstlern vorgestellt und gefeiert wurde.

„Die Unterführung war bisher eher trist – nun ist sie ein lebendiger Ausdruck von Kreativität und guter Nachbarschaft“, sagt Dr. Thomas Hertel, Leiter Operations Industriepark Höchst. „Ich freue mich über das einzigartige Ergebnis, das auch die Verbundenheit zwischen dem Industriepark Höchst und dem Stadtteil Sindlingen symbolisiert“. Er dankte den Beteiligten für die Erstellung des Unterführungs-Kunstwerks und den Kooperationspartnern, dem Quartiersmanagement des Caritasverbandes im Frankfurter Programm Aktive Nachbarschaft e.V. und dem Kinder- und Jugendhaus Sindlingen der Kommunalen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe für die gute Zusammenarbeit.

Zwischen Mai und August beteiligten sich rund 40 Sindlingerinnen und Sindlinger an dem Projekt. Erste Motive hatten 15 Kinder und Jugendliche im Mai bei einem Workshop im Sindlinger Kinder- und Jugendhaus entwickelt, weitere Jugendliche und Erwachsene engagierten sich beim Planungsworkshop vor Ort am Wendehammer am Ende der Farbenstraße. Aus den Vorschlägen gestalteten die Frankfurter Graffiti-Künstler Gündem Gözpinar und „Bo“ Balazs Vesszösi aus dem Naxos-Atelier Collagen und zeichneten sie grob vor. Parallel konnten Interessierte auf Leinwänden im Kinder- und Jugendhaus Sindlingen das Sprayen üben. Alle Nachwuchs-Künstlerinnen und -Künstler ab zwölf Jahren waren schließlich vom 8. bis 12. August eingeladen, die vorgezeichneten Motive unter professioneller Begleitung mit Farbe zu füllen.

Die Collage ist so bunt und vielfältig wie der Stadtteil Sindlingen: „Viele der vorgeschlagenen Motive aus der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen finden sich im Graffiti wieder: vom Blick auf den Industriepark über den Eintracht-Adler, das Eis einer Sindlinger Eisdiele bis hin zu einer Action-Rollenspiel-Figur“, sagt Luciana Conte vom Sindlinger Kinder- und Jugendhaus, die das Projekt organisierte und vor Ort dabei war. „Die Sindlinger Postleitzahl 931 und der Yum-Yum-Burger wurden besonders häufig genannt und springen auch entsprechend ins Auge.“ Ein Yum-Yum-Burger ist ein mit Asia-Fertignudeln gefülltes Brötchen, das bei den Jugendlichen zurzeit sehr beliebt ist. Miriam Rill vom Sindlinger Quartiersmanagement ergänzt: „Wir sind sehr zufrieden mit der Beteiligung und dem Verlauf des Projektes. Die Jugendlichen und Anwohnerinnen und Anwohner hatten Raum, sich mit ihrer Beziehung zum Stadtteil auseinanderzusetzen. Ihre spannenden und kreativen Ideen haben sie gemeinsam mit den Künstlern super umgesetzt und dabei viel gelernt.“

Die Idee zum Projekt hatten Mitarbeiter des Bereichs „Infrastruktur“ bei Infraserv Höchst, vor Ort vertreten durch Martin Schön. Er ist zuständig für die 48 Brücken sowie weitere Sonder- und Ingenieurbauwerke auf dem Industriepark-Gelände. „Die ‚Brücke 5‘ sieht jetzt richtig schön aus“, sagt er. „Ich bin begeistert von dieser Aktion, vor allem von den bunten und lebendigen Bildern.“

Auf dem Foto: Graffiti-Kunst aus Sindlingen: Die jungen Künstlerinnen und Künstler vor ihrem vollendeten Werk. Die Projektbeteiligten freuten sich mit ihnen. Von rechts Luciana Conte vom Kinder- und Jugendhaus, Martin Schön von Infraserv Höchst, Graffitikünstler „Bo“ Balazs Vesszösi und Miriam Rill vom Quartiersmanagement. Ganz links Dr. Thomas Hertel, Leiter Operations bei Infraserv Höchst

Foto: Infraserv