Umfangreiche Kontrollmaßnahmen im Bahnhofsviertel

(pm/fsm) – Unter der Leitung der Regionalen Einsatz- und Ermittlungseinheit (D100-REE) wurden am Samstag über den gesamten Tag bis in die Nacht hinein umfangreiche Kontrollmaßnahmen im Bahnhofsgebiet durchgeführt. Hierbei kam eine Vielzahl an Kräften der Schutz-, Kriminal- und Bereitschaftspolizei zum Einsatz.

Im Bahnhofsviertel treten verschiedene Kriminalitätsphänomene, wie insbesondere der Handel mit Betäubungs- und Arzneimitteln sowie vermehrt Gewalt- und Eigentumsdelikte, Körperverletzung, Diebstähle und Raubstraftaten auf.

Vor diesem Hintergrund lag der Schwerpunkt der polizeilichen Maßnahmen in der Bekämpfung und Verfolgung der Betäubungsmittel- und Milieukriminalität. Hierzu wurden offensive, gezielte sowie verdachtsunabhängige Kontrollen an örtlichen Brennpunkten, Straßenzügen und Lokalitäten, unter anderem verschiedene Bars sowie zwei Laufhäuser, im und um das Bahnhofsgebiet durchgeführt. Die Bereiche der Niddastraße, der Taunusstraße, der Kaiserstraße und der Münchener Straße standen an diesem Tag im Fokus der Polizeiaktion.

Im Rahmen des Einsatzes wurden rund 300 Personen kontrolliert und durchsucht. Es wurden verbotene Gegenstände und diverse Betäubungsmittel sichergestellt sowie Bunker für Drogen aufgefunden.

Durch verdeckte Maßnahmen wurden bereits im Vorfeld der groß angelegten Kontrollen Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz bei Dealern und Abnehmern festgestellt und zur Anzeige gebracht.

Im Ergebnis wurden bislang mindestens 60 Strafanzeigen gefertigt, die aufgrund der noch andauernden Ermittlungen weitere Strafanzeigen nach sich ziehen werden. Zudem konnten neun per Haftbefehl gesuchte Personen festgestellt werden. Die Kontrollen verliefen insgesamt ohne Störungen.

Aufgrund der Absperrmaßnahmen kam es zu temporären Verkehrseinschränkungen. Teile der Taunusstraße wurden im Rahmen der Einsatzmaßnahmen für den Fahrzeug- und Personenverkehr komplett gesperrt.