Magen-Darm-Erkrankungen nach Restaurantbesuch

(pm/fsm) – Seit dem 3. April sind nach dem Verzehr von Speisen in einem einzigen Frankfurter Restaurant mindestens 65 Personen an einer Magen-Darm-Erkrankung erkrankt.

Nach Bekanntwerden des Ausbruches hat die Lebensmittelüberwachung des Ordnungsamtes unverzüglich Lebensmittelproben vor Ort entnommen. Das Restaurant wurde am 19. April amtlich geschlossen, nachdem die Betreiberin bereits am 18. April freiwillig ihre Lokalität schloss.

Das Gesundheitsamt hat mit Kenntnis über diesen Gastroenteritisausbruch umgehend die Erkrankten kontaktiert und zum Krankheitsverlauf und den verzehrten Speisen befragt. Die meisten Betroffenen sind inzwischen wieder vollständig genesen. Von einigen wenigen noch symptomatischen Personen wurden Proben genommen, um die Ursache des Ausbruchs im Labor zu untersuchen.

Der Betrieb wurde zuletzt am 4. April routinemäßig durch die Lebensmittelüberwachung des Ordnungsamtes kontrolliert. Beanstandungen gab es hierbei weitestgehend keine. Im Rahmen dieser Kontrolle wurde der Betreiberin das Nutzen einer in den Räumlichkeiten aufgefundenen Gewürzpaste, die in Deutschland nicht verkehrs- und verzehrfähig ist, amtlich untersagt. Da nicht auszuschließen ist, dass im vorliegenden Fall diese Gewürzpaste benutzt und gegebenenfalls Ursache der Erkrankungen sein könnte, wurde am 21. April eine Probe hiervon in einem Lager des Unternehmens in Dreieich genommen. Die Probe wird derzeit mikrobiologisch untersucht. Ergebnisse liegen noch nicht vor. Auch von einer möglicherweise in Frage kommenden Erdnusssauce sowie eines Hähnchenpulvers werden aktuell Proben gezogen, die anschließend untersucht werden.

„Das Restaurant ist weiterhin und bis auf Weiteres geschlossen. Potentielle Gesundheitsgefahren für Verbraucherinnen und Verbraucher können hiervon aktuell nicht mehr ausgehen. Nachdem uns die ersten Verdachtsfälle gemeldet wurden, haben die zuständigen Stellen sofort alle Maßnahmen ergriffen, um die Ursache so schnell wie möglich zu identifizieren“, sagen Gesundheitsdezernent Stefan Majer und Ordnungsdezernentin Annette Rinn.