Kein Spielraum für Lockerungen in Frankfurt: Kritische Inzidenz-Schwelle von 35 erreicht

(pm/fsm) – Die in der am Donnerstag, 22. Juli, in Kraft tretenden Schutzverordnung des Landes Hessen vorgesehenen Lockerungen werden in Frankfurt am Main nur ein kurzes Gastspiel haben, da mit einer aktuellen 7-Tage-Inzidenz von 37,6 pro 100.000 Einwohner (Stand 22. Juli 2021, 3.15 Uhr) die kritische Inzidenz-Schwelle von 35 erreicht ist, wie die Stadt Frankfurt am Donnerstagmittag berichtete.

Dies betrifft zum Beispiel die Erhöhung der Zahl von Teilnehmenden an Zusammenkünften, Fachmessen, Veranstaltungen und Kulturangeboten, wie beispielsweise Theater, Oper, Kino und Konzerten. Darüber hinaus ist ein Negativnachweis bei Veranstaltungen in Innenräumen, in der Innengastronomie und in Übernachtungseinrichtungen vorgeschrieben. Zur Beibehaltung der in den vergangenen Wochen geltenden Regeln hat die Stadt Frankfurt, wie vom Land Hessen vorgeschrieben, eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Diese wird auf der Informationsseite der Stadt Frankfurt unter frankfurt.de einzusehen sein und tritt am Freitag, 23. Juli, in Kraft.

Der Anstieg der Infektionen in Frankfurt findet auch weiterhin in der Breite der Bevölkerung statt. Anlässlich einer Häufung von Covid-19-Infektionen bei Gästen einer Frankfurter Clubveranstaltung mit bislang 30 positiv Getesteten weisen Gesundheitsdezernent Stefan Majer und der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Antoni Walczok, noch einmal auf die nach wie vor bestehenden Infektionsgefahren hin. So verständlich der Wunsch nach Rückkehr zur Normalität und zu geselligem Beisammensein ist, sollten gerade bei Feiern im privaten oder öffentlichen Bereich Abstände eingehalten sowie Masken getragen werden. „Die vierte Infektionswelle steht bereits in der Tür. Wir rufen die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger im Interesse aller zu einem verantwortungsvollen Verhalten auf. Sie alle können dazu beitragen, dass die Fallzahlen nicht weiter steigen und wir neuerliche Einschränkungen abwenden können“, bitten Majer und Walczok mit Nachdruck.

Im Zusammenhang mit der aktuellen Diskussion über geeignete Kriterien für Lockerungen oder Einschränkungen weist die Stadt Frankfurt darauf hin, dass das Eskalationskonzept des Landes den Kommunen einzig die Orientierung an den Inzidenzzahlen vorgibt.