Hessenweite Durchsuchungen wegen des Verdachts der Unterstützung des „Islamischen Staats“ (IS)

(pm/fsm) – Im Rahmen von insgesamt fünf Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Terrorismusfinanzierung und der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat wurden am Mittwochmorgen hessenweit zehn Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt.

Bei den zehn Beschuldigten handelt es sich nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) um zwei Frauen und acht Männer im Alter von 20 bis 51 Jahren mit deutscher, afghanischer, kosovarischer und türkischer Staatsangehörigkeit. In vier Ermittlungsverfahren wird den Beschuldigten vorgeworfen, durch Spendengelder den IS in Syrien finanziert zu haben. Dieser gilt laut Einstufung des Bundesinnenministeriums als terroristische Vereinigung im Ausland. In einem Fall liegt der Verdacht der Vorbereitung einer staatsgefährdenden Gewalttat vor.

Durch das frühzeitige Einschreiten der Sicherheitsbehörden bestand laut LKA zu keinem Zeitpunkt für die Bürgerinnen und Bürger eine Gefahr. Für die Dursuchungsmaßnahmen waren hessische Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte im unteren dreistelligen Bereich im Einsatz.

Die Durchsuchungen fanden in Darmstadt, Dietzhölztal, Eschenburg, Kassel, Haiger, und Lollar statt. An den Einsatzmaßnahmen waren die Polizeipräsidien Mittelhessen, Nordhessen, Südhessen, Südosthessen und Westhessen beteiligt. Da ein Beschuldigter zwischenzeitlich in die Schweiz ausgereist war, wurde er dort durch die Schweizer Polizei durchsucht.

Bei den Durchsuchungen wurden zahlreiche Beweismittel, wie Bargeld und Datenträger, aufgefunden und sichergestellt.