Bundespolizei ehrt gezeigte Zivilcourage

(pm/fsm) – Der Leiter der Bundespolizeiinspektion Frankfurt am Main, Polizeidirektor Rocco Stein, ehrte vor kurzem eine 56-jährige Zugbegleiterin und einen 31-jährigen Fahrdienstleiter für ihre gezeigte Zivilcourage.

 

In den Abendstunden des 27. März 2021, gegen 19:00 Uhr, setzte ein alkoholisierter 50-jähriger Mann in einer Regionalbahn auf dem Weg von Frankfurt Hbf nach Limburg Bhf eine Schreckschusswaffe ein, schoss in Richtung der DB Mitarbeiter und drohte hiermit Reisenden. Die Waffe war nicht als Schreckschusswaffe zu erkennen, weshalb von einer echten Schusswaffe ausgegangen werden musste. Der Vorfall ereignete sich kurz vor dem planmäßigen Halt in Niedernhausen.

Die 56-jährige Zugbegleiterin und der 31-jährige Fahrdienstleiter fühlten sich als DB Mitarbeiter den Reisenden gegenüber verantwortlich und evakuierten beim Erkennen der Situation die Reisenden in die benachbarten Waggons. Der sich auf dem Heimweg befindliche Fahrdienstleiter stellte sich im Anschluss in die Tür, sodass keine Reisenden mehr Zugang in den Waggon mit dem Täter erhielten und die Zugbegleiterin schloss den Täter vom gegenüberliegenden Waggon aus ein. So wurde der spätere Zugriff und die Festnahme des Täters durch Spezialkräfte der Landespolizei ermöglicht.

Die Bundespolizeiinspektion Frankfurt am Main bedankt sich für die gezeigte Zivilcourage und möchte Zeugen und Helfer ermutigen aktiv zu werden.