Raser verursacht schweren Unfall

(pm/fsm) – Am Donnerstagabend ereignete sich auf der Mainzer Landstraße ein folgenschwerer Verkehrsunfall, bei dem ein Fußgänger schwer verletzt wurde. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts eines illegalen Straßenrennens.

Gegen 19:30 Uhr fuhr der 22-jährige Fahrer laut Mitteilung der Polizei eines mehr als 600 PS starken Boliden die Mainzer Landstraße stadtauswärts. Nach derzeitigem Ermittlungsstand war er dabei mit stark überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. In Höhe der Mainzer Landstraße 502 überholte er einen anderen Autofahrer rechts und rammte ihn dabei mit der linken vorderen Fahrzeugfront an der rechten Heckseite. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit wurde der Touchierte infolge des Aufpralls in die Straßenbahnhaltestelle „Waldschulstraße“ geschleudert, wo er einen Fußgänger frontal erfasste.

Der 51-jährige Fußgänger wurde dadurch schwer verletzt. Der 41-jährige Fahrer blieb unverletzt, während der 22-jährige Unfallfahrer verletzt in ein Krankenhaus gebracht wurde. Da er sich kurz darauf der Behandlung entzog, weil er sich aus dem Krankenhaus entfernte, ist über die Schwere der Verletzungen nichts Näheres bekannt.

Der Sachschaden wird auf mehr als 100.000 Euro geschätzt. Die Unfallstelle wurde durch einen Sachverständigen begutachtet.

Aufgrund der derzeit vorliegenden ersten Ermittlungsergebnisse sieht die Polizei den Anfangsverdacht eines illegalen Straßenrennens, das der 22-Jährige gegen sich selbst gefahren sein könnte. Ein entsprechendes Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet, die abschließende rechtliche Würdigung des Vorfalls obliegt der Staatsanwaltschaft.

Hinweis der Polizei:

An einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen kann sich im Sinne des Gesetzgebers auch derjenige strafbar machen, der sich als Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen. Es ist also nicht notwendig, das Rennen gegen einen anderen zu fahren.