Vorläufige Bilanz der Frankfurter Polizei zum Jahreswechsel

(pm/fsm) – Der Jahreswechsel 2020/2021 verlief in Frankfurt am Main aus polizeilicher Sicht außergewöhnlich ruhig und friedlich.

Der diesjährige Jahreswechsel gestaltete sich aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie wesentlich anders als in den Vorjahren. Im gesamten Stadtgebiet gilt seit dem 16. Dezember ein Alkohol- und Feierverbot im öffentlichen Raum. Darüber hinaus wurde ein Verbot zum Abbrennen von Pyrotechnik an publikumswirksamen Plätzen für die Silvesternacht erlassen. Diese Verbote und die bestehenden Kontaktbeschränkungen wurden durch die große Mehrheit der Frankfurter Bürgerinnen und Bürger eingehalten. Im gesamten Stadtgebiet war im Vergleich zu den Vorjahren wenig Personenaufkommen zu verzeichnen. Darüber hinaus wurden in diesem Jahr keine Anreisen von Personen aus dem Umland festgestellt. Die Frankfurter Polizei war im gesamten Stadtgebiet präsent, um einen sicheren Jahreswechsel zu gewährleisten und die o.g. Verbote und Kontaktbeschränkungen zu kontrollieren. Dabei wurden nicht alle festgestellten Verstöße geahndet, da davon auszugehen war, dass die Allgemeinverfügung aufgrund der Kurzfristigkeit noch nicht allen betroffenen Bürgerinnen und Bürgern bekannt war. Oftmals musste lediglich an die Regelungen erinnert werden.

Die Fußgängerbrücken Eiserner Steg und Holbeinsteg wurden von 20:00 Uhr bis 03:00 Uhr gesperrt. Im dortigen Bereich wurden nur vereinzelte Personengruppen angetroffen. Über die gesamte Nacht verteilt wurden Personen im mittleren dreistelligen Bereich kontrolliert. Gegen 21:30 Uhr kam es anlässlich einer Personenkontrolle zu einem Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Ab 23:00 Uhr wurden mehrere Mülltonnenbrände verteilt im gesamten Stadtgebiet gemeldet. Die Feuerwehr konnte diese schnell löschen. Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet. Um kurz vor 01:00 Uhr wurde der Verdacht eines Sexualdeliktes im Bereich der Hauptwache bekannt. Es erfolgten zwei vorläufige Festnahmen, die Ermittlungen hierzu dauern an. Nach Mitternacht wurden vermehrt Verstöße gegen das Abbrennverbot von Pyrotechnik festgestellt, welche durch das schnelle Einschreiten der Einsatzkräfte unterbunden werden konnten. Insgesamt wurden Verstöße gegen die Corona-Verordnungen (Kontaktbeschränkungen, Verstöße gegen das Verbot des Abbrennens von Feuerwerkskörpern, Verstöße gegen das Verbot zum Konsumieren von Alkohol in der Öffentlichkeit) im mittleren zweistelligen Bereich festgestellt und anlassbezogen geahndet. Im Verlauf der Nacht kam es zu insgesamt zehn (vorläufigen) Festnahmen, u.a. wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, wegen des Verdachts der Widerstandshandlung, wegen Verdachts eines Sexualdeliktes, der Nötigung sowie wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Die Erfahrung hat gezeigt, dass regelmäßig erst einige Tage nach der Silvesternacht Strafanzeige erstattet wird. Die Frankfurter Polizei bittet potentielle Geschädigte, zeitnah Strafanzeige zu erstatten, um Ermittlungserfolge nicht zu gefährden.

Die Frankfurter Polizei dankt den Bürgerinnen und Bürgern in der Stadt Frankfurt für das besonnene Verhalten in Pandemiezeiten.