Weltkriegsbombe erfolgreich entschärft

(pm/fsm) – Die Weltkriegsbombe in der Flörsheimer Straße konnte erfolgreich durch den Kampfmittelräumdienst (KMRD) des Regierungspräsidiums Darmstadt entschärft werden.

Der KMRD meldete am Samstag gegen 00:20 Uhr, dass die 50 kg-Bombe erfolgreich unschädlich gemacht werden konnte. Sämtliche Absperrmaßnahmen konnten kurz darauf aufgehoben werden und betroffene Bürgerinnen und Bürger zurück in ihre Wohnungen, wie die Feuerwehr berichtete.

Zuvor mussten rund 6.000 Menschen am Freitagabend den vom KMRD festgelegten Gefahrenbereich, der im Umkreis von 300 Meter um den Fundort der Bombe festgelegt wurde, verlassen. Der weitaus größte Teil der betroffenen Personen hatte sich privat eine Aufenthaltsmöglichkeit gesucht. Für alle anderen hatten Kräfte der Hilfsorganisationen DRK, MHD und JUH, mit Unterstützung von Kräften der Freiwilligen Feuerwehren Frankfurt eine Betreuungsstelle in der Messehalle 11 eingerichtet. Rund 185 Personen nahmen das Angebot an. Insgesamt 71 Frankfurterinnen und Frankfurter, die bei der Evakuierung auf Hilfe angewiesen waren, wurden vom Rettungsdienst mit Unterstützung ehrenamtlicher Helfer der Hilfsorganisationen und der Freiwilligen Feuerwehr aus dem Sperrbereich heraus und anschließend wieder zurück in ihre Wohnungen begleitet.

Verschiedene Faktoren führten zu einer mehr als zweistündigen Verzögerung beim geplanten Entschärfungsbeginn. Hierzu zählten zum Beispiel die hohe Zahl mobilitätseingeschränkter Personen, die Unterstützung beim Verlassen Ihrer Wohnungen benötigten. Ebenso Personen, die aufgrund bestehender Quarantäneauflagen gesondert transportiert und untergebracht werden mussten.

Insgesamt waren rund 240 Einsatzkräfte von Freiwilliger Feuerwehr, Berufsfeuerwehr, dem Bürgertelefon und den Hilfsorganisationen aus Frankfurt eingesetzt. Ebenso waren zahlreiche Kräfte der Landes- und Stadtpolizei sowie des Ordnungs- und Gesundheitsamtes der Stadt Frankfurt an den Maßnahmen zur Evakuierung und Entschärfung beteiligt.