Dreharbeiten für Musikvideo verursachen größeren Polizeieinsatz

(pm/fsm) – Der unangemeldete Dreh eines Musikvideos führte am gestrigen Samstagabend  zu einem größeren Polizeieinsatz im Franfurter Stadtteil Gallus. Es wurden vor Ort mehrere Waffen und Betäubungsmittel aufgefunden und sichergestellt.

Gegen 18:10 Uhr ging bei der Polizei die Meldung ein, dass sich eine größere Personengruppe im Bereich der Ackermannstraße aufhalten würde. Der Großteil der Personen trage Maskierungen und aus der Gruppe heraus seien bereits Schüsse aus einer Handfeuerwaffe abgegeben worden. Weiter erging der Hinweis, dass es sich augenscheinlich um einen Videodreh handeln würde, da entsprechendes Equipment hierzu aufgebaut wäre.

Unverzüglich fuhren mehrere Polizeistreifen vor Ort und konnten im Bereich der Ackermannstraße 33 Personen im Alter von 18 bis 48 Jahren antreffen. Ein 27-jähriger erklärte den Beamten, dass dies ein Dreh für ein Musikvideo sei, eine notwendige Drehgenehmigung konnte nicht vorgelegt werden. Auch wurde es versäumt, das zuständige Polizeirevier hierüber zu informieren.

Im Rahmen der Kontrolle konnte im Fahrzeug eines 26-jährigen Mannes aus Hanau eine Schreckschusspistole samt Munition aufgefunden und sichergestellt werden. Ein 45-jähriger Frankfurter war im Besitz eines Teleskopschlagstocks, den die Beamten ebenfalls sicherstellten. Entsprechende Verfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz wurden gegen beide Männer eingeleitet.

Bei insgesamt drei weiteren Männern im Alter von 24, 28 und 39 Jahren fand die Polizei Betäubungsmitel in Form von Marihuana und Haschisch. Alle drei erwartet nun ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Gegen alle 33 angetroffenen Personen, die zum größten Teil nicht in Frankfurt wohnen, wurden Bußgeldverfahren eingeleitet, da Zusammenkünfte in dieser Größenordnung gegen die geltende Corona-Verordnung verstoßen.