IHK fordert Sicherung des Frankfurter Osthafens als Industriestandort

(pm/fsm) – Die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main zeigt sich erstaunt über die Überlegungen von Planungsdezernent Mike Josef zum Bau von Wohnungen in einem Teil des Osthafengeländes.

„Frankfurt ist ein wichtiger Industriestandort. Insgesamt generiert die Industrie in der Stadt Frankfurt eine jährliche Bruttowertschöpfung im Wert von rund zehn Milliarden Euro. Mehr als 64.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte waren 2019 im produzierenden Gewerbe in Frankfurt tätig. Die Diskussion um das Industriegebiet am Osthafen ist vor rund einem Jahrzehnt intensiv geführt worden. Die Stadt Frankfurt hat sich damals richtigerweise zum Osthafen als Industriestandort bekannt und beschlossen, langfristige Miet- und Pachtverträge mit den Hafenanliegern abzuschließen, das heißt, bis in das Jahr 2050 und darüber hinaus. Ziel war es, für die Unternehmen Planungs- und Investitionssicherheit zu schaffen. Es ist für uns unverständlich, warum nun, wenige Jahre später, diese Diskussion wieder aufgenommen wird“, so Matthias Gräßle, Hauptgeschäftsführer der IHK Frankfurt am Main.

Nicht zuletzt ist aus den damaligen Überlegungen der Masterplan Industrie hervorgegangen, der die Sicherung des Osthafens für die Industrie bis 2050 aufgreift.

Es sei natürlich völlig richtig, über Wohnungen in Frankfurt zu sprechen, sagte Gräßle. „Wir brauchen mehr Wohnungen für unsere Fachkräfte, wollen wir der Gefahr, die mit dem Fachkräftemangel einhergeht, wirkungsvoll begegnen. Doch nicht auf Flächen, die der Industrie zugesichert wurden.“

Die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main hat im Jahr 2011 eine Deklaration zum Standort Frankfurter Osten verabschiedet: https://www.frankfurt-main.ihk.de/branchen/verkehr/verkehrspolitik/hafengipfel/index.html