Geburtshilfe am Telefon: Leitstelle gibt werdenden Vater Hilfestellung am Notruf 112

(pm/fsm) – Am Samstag erhielt die Zentrale Leitstelle der Feuerwehr Frankfurt gegen 08:45 Uhr über den Notruf 112 ein Hilfeersuchen von einem werdenden Vater. Problem: Bei seiner schwangeren Ehefrau hatten in der heimischen Wohnung plötzlich Wehen und der Geburtsvorgang eingesetzt.

Der Disponenten in der Leitstelle alarmierte während des Gesprächs einen Rettungswagen sowie einen Notarzt und entsendete diese zu der Wohnung der Hilfesuchenden nach Griesheim. Dann leitete er den sehr souverän und unaufgeregt wirkenden Vater bis zum Eintreffen der Kollegen am Einsatzort telefonisch an, und gab Hilfestellung bei der Geburtshilfe. Bis zum Eintreffen des Rettungswagens, der acht Minuten nach Notrufeingang vor Ort eingetroffen war, hatte bereits ein kleiner Junge das Licht der Welt erblickt. Die Mutter und der Neugeborene, welcher den Vornamen Florian erhalten hat, wurden nach einer ersten Behandlung vor Ort im Rettungswagen zur Nachsorge in die Uni Klinik transportiert.

Ob die glücklichen Eltern diesen Vornamen spontan, aufgrund der Hilfe des Feuerwehrmanns am Notruf (Sankt Florian ist der Schutzpatron der Feuerwehr), oder geplant vergeben haben, ist nicht bekannt. Bekannt ist aber, dass die am Einsatz beteiligten Kräfte, die Besatzungen von dem am Krankenhaus Höchst stationierten NEF 3 und des vorübergehend an der Feuer- und Rettungswache 3 in Nied stationierten RTW der Fraport AG und natürlich das Leitstellenpersonal sich über den guten Verlauf und das glückliche Ende des Einsatzes sehr gefreut haben.

Lagedienstleiter Florian Ritter meinte dazu „Vielleicht wird ja auch dieser Florian mal ein Feuerwehrmann und ein Kollege von uns.“