Flughafen Frankfurt: Airlines dünnen Flugpläne im Winter aus

(pm/fsm) – Die Fraport AG hat nach einer Pressemitteilung in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres ihren Wachstumskurs fortgesetzt und Umsatz sowie Ergebnis gesteigert. Grundlage hierfür war das solide Verkehrswachstum in Frankfurt und an den weltweiten Standorten. Allerdings hat die Wachstumsdynamik im Jahresverlauf deutlich nachgelassen.

Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG: „Die schwächere weltweite Konjunkturentwicklung, die Marktkonsolidierung im Europaverkehr und die angekündigten regulativen Eingriffe der Bundesregierung – Stichwort Erhöhung der Luftverkehrsteuer – gehen an unserer Branche nicht spurlos vorbei. Nach einer Phase des rasanten Verkehrswachstums planen die Airlines nun deutlich zurückhaltender und dünnen die Flugpläne im Winter aus. Wir halten dennoch an unseren Prognosen für das laufende Jahr fest, auch weil sich unsere internationalen Beteiligungen weiterhin gut entwickeln. Insgesamt sind wir dank unseres großen und breit gestreuten internationalen Flughafenportfolios gut für die Zukunft aufgestellt.“

Der Flughafen Frankfurt schloss die ersten neun Monate des Jahres mit einem stabilen Passagierwachstum von 2,3 Prozent auf rund 54,2 Millionen Fluggäste ab. Die Wachstumsdynamik hat sich im Jahresverlauf allerdings deutlich abgeschwächt. Gemäß den aktuellen Planungen der Airlines gehen die Flugbewegungen in Frankfurt im Winterflugplan 2019/20 (seit 27. Oktober in Kraft) um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück.

Ausschlaggebend für diese Entwicklung ist ausschließlich der Kontinentalverkehr mit einem Minus von 5,6 Prozent. Die geplanten Flugbewegungen im Interkontinental-Verkehr steigen hingegen um knapp zwei Prozent.

Die internationalen Beteiligungsflughäfen verbuchten in den ersten neun Monaten trotz Angebotsreduzierungen und Insolvenzen einzelner  Fluggesellschaften ebenfalls überwiegend steigende Passagieraufkommen. Lediglich die Twin Star-Flughäfen Varna und Burgas verzeichneten einen deutlichen Rückgang um insgesamt minus 11,6 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2019 hält der Vorstand weiterhin an seiner Prognose zum Passagieraufkommen in Frankfurt fest. Angesichts der Angebotsreduzierungen im Winterflugplan wird der Zuwachs beim Passagieraufkommen voraussichtlich eher am unteren Ende der Bandbreite zwischen etwa zwei bis drei Prozent liegen. Auch an der Prognose zu den finanziellen Kennzahlen hält der Vorstand fest.