Gespräche zur Zukunft der IAA

Am Montag trafen im Büro von Oberbürgermeister Peter Feldmann Vertreter vom Verband der Automobilindustrie (VDA), der Messe Frankfurt und dem Präsidenten der Industrie- und Handelskammer, Ulrich Caspar, zusammen – Thema: Die Internationalen Automobilausstellung.

„Ich bin sehr froh, dass wir heute ein sehr gutes Gespräch über die Zukunft der IAA führen konnten“, sagte der Oberbürgermeister. Man habe dem Verband der Automobilindustrie eine Messe vorgeschlagen, die sich öffnet und in die Stadt hineinreicht: „Eine Internationale Mobilitätsmesse würde nicht nur den Autoverkehr, sondern stärker als bisher den öffentlichen Personennahverkehr, den Radverkehr und neue Konzepte autonomen Fahrens in den Blick nehmen“, sagte Feldmann. Eine solche Messe könne ihre Neuigkeiten nicht mehr nur auf dem Messegelände allein präsentieren, sondern in der gesamten Stadt zeigen, wie eine moderne, urbane und nachhaltige Verkehrsinfrastruktur aufgebaut sein kann. „Das nutzt nicht nur der Messe, der Automobilwirtschaft, sondern allen Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt.“

Die Messe Frankfurt brachte den Vorschlag ein, Mitveranstalter einer Mobilitätsmesse zu sein. Wegen der inhaltlichen Nähe zu anderen Messen wie der Automechanika etwa. Die Automechanika sei auch ein Beispiel dafür, wie eine Messe aus Frankfurt heraus die Welt erobere. Sie finde mit 17 Shows in 16 Ländern statt. Das wollen die Beteiligten, unter ihnen unter anderem VDA-Geschäftsführer Martin Koers, IAA-Ausstellungsleiter Jan Heckmann, Messe-Geschäftsführer Uwe Behm und Detlef Braun, und IHK-Präsident Ulrich Caspar bei weiteren Gesprächen herausfinden.

Wenn das neue Konzept vorliege, werde auch die Standort-Frage geklärt, sagte VDA-Geschäftsführer Martin Koers: „Frankfurt ist weiterhin im Rennen, doch wir prüfen auch andere attraktive Optionen und sind mit mehreren Städten im Gespräch.“

Koers betonte weiterhin: „Die IAA Pkw findet seit 1951 in Frankfurt am Main statt. Frankfurt mit seinem Drehkreuz der internationalen Verkehrsanbindung und seinem breiten kulturellen und gastronomischen Angebot ist ein international anerkannter Messestandort. Nicht ohne Grund wird die IAA gern auch als ‚Frankfurt Motor Show‘ bezeichnet. Der im März 2011 unterzeichnete Vertrag mit der Messe Frankfurt läuft bis Ende 2019 und umfasst die IAA 2013, 2015, 2017 und 2019.“

Wie die gesamte Automobilindustrie wandle sich auch die IAA: „Von einer Ausstellung hin zu einer umfassenden Plattform, auf der alle relevanten Akteure nachhaltiger, individueller Mobilität präsent sind – Hersteller, Tech-Unternehmen, Zulieferer, Mobilitätsdienstleister, Start-ups. Das war bereits auf der IAA 2019 zu erleben und unterscheidet die IAA von allen anderen Mobilitäts-Events und Automessen“, unterstrich Koers. Die Hersteller und Zulieferer im VDA stünden geschlossen hinter der IAA und seien von ihrer Relevanz überzeugt. Gemeinsam werde derzeit ein neues Konzept für die IAA 2021 entwickelt. So wolle man interaktive Formate entwickeln, den Dialog fördern und echte Erlebnisse stärken – nicht nur auf dem Messegelände selbst, sondern in der Stadt.