Aktionstag in fünf Ländern: 1.000 Polizisten in Hessen im Einsatz

Am morgigen Dienstag werden laut einer Mitteilung des Hessischen Innenministeriums in fünf Bundesländern Polizistinnen und Polizisten verstärkt Präsenz im öffentlichen Raum zeigen und Kontrollen durchführen. In Hessen beteiligen sich alle sieben Polizeipräsidien an der Aktion.

Insgesamt sind rund 1.000 hessische Polizeivollzugsbeamte im Einsatz. Die Maßnahmen finden anlässlich des zweiten länderübergreifenden Kontrolltags im Rahmen der Kooperation zwischen Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen statt.

„Mit den Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen soll der Druck auf Kriminelle gezielt erhöht werden. Zum Beispiel an öffentlichen Plätzen und Wegen oder an Bus- und Bahnhaltestellen werden wir die polizeiliche Präsenz sichtbar steigern. Das Sicherheitsgefühl der Bürger wird besonders von Straftaten im öffentlichen Raum beeinträchtigt. Deshalb sagen wir insbesondere der Straßen- und Drogenkriminalität den Kampf an. Unsere Bürgerinnen und Bürger sollen sich in Hessen frei und in Sicherheit bewegen können. Mit dem konsequenten Auftreten wollen wir auch das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung bewusst stärken“, so der Hessische Innenminister Peter Beuth.

Zweiter länderübergreifender Aktionstag erhöht Fahndungsdruck

Der zweite länderübergreifende Kontrolltag ist Teil eines Maßnahmenbündels, das passgenau für diesen Bereich erarbeitet wurde. Durch intensive Kontrollen wollen die Bundesländer gemeinsam Straftaten und Sicherheitsstörungen im öffentlichen Raum reduzieren, den Fahndungsdruck insbesondere auf überregional agierende Straftäter erhöhen und somit auch zu einer Verbesserung des Sicherheitsgefühls beitragen. „Sicherheit ist ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen. Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hat deshalb auch höchste Priorität für die Hessische Landesregierung. Die objektiven Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik belegen, dass Hessen ein sehr sicheres Land ist und es gute Gründe gibt, sich hier sicher zu fühlen. Mit verstärkter Präsenz unserer Polizei und zielgerichteten Kontrollaktionen stärken wir auch das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger“, sagte der Hessische Innenminister.

Erfolgreiche Polizeiarbeit über Ländergrenzen hinweg

Seit 2016 besteht zwischen den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz eine Kooperationsvereinbarung zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchkriminalität. . Als wichtiger Teil einer ganzheitlichen Strategie hat diese länderübergreifende Zusammenarbeit zu den bisherigen Fahndungs- und Ermittlungserfolgen in diesem Deliktsfeld beigetragen. Über die Landesgrenzen hinweg waren die Fallzahlen des Wohnungseinbruchdiebstahls in den vergangenen beiden Jahren deutlich zurückgegangen. Vor diesem Hintergrund hatten sich die Polizeiführungen der beteiligten Länder im Oktober letzten Jahres darauf verständigt, die etablierte und erfolgreiche Zusammenarbeit auf den Bereich der Sicherheit im öffentlichen Raum auszuweiten. Die Innenminister aus Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen haben daher im Juni 2019 die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit und Kooperation um ein weiteres Aufgabenfeld erweitert.