Markus Fein wird Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper Frankfurt

Markus Fein wird ab 1. September 2020 die Alte Oper Frankfurt als Intendant und Geschäftsführer leiten. So hat es der Aufsichtsrat der Alten Oper bei seiner Sitzung am Montag auf Vorschlag des Aufsichtsratsvorsitzenden Oberbürgermeister Peter Feldmann und der stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Kulturdezernentin Ina Hartwig beschlossen.

Fein tritt damit die Nachfolge von Stephan Pauly an. Markus Fein ist derzeit geschäftsführender Intendant der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, die er seit 2013 leitet. Mit mehr als 90.000 Besuchern, knapp 200 Konzerten im Jahr und 30 Mitarbeitern gehören die Festspiele zu den größten Klassikfestivals in Deutschland.

„Die Alte Oper gehört zu den führendsten Kulturinstitutionen in Deutschland. Nahezu eine halbe Million Besucher im Jahr sprechen für sich – sie gehen in große Entertainmentshows ebenso wie zu Aufführungen, die zur Avantgarde klassischer Musik zählen. Ich bin sehr froh, dass mit Markus Fein ein auf vielen Feldern erfahrener Intendant an die Alte Oper kommt. Zu seinen Aufgaben wird auch gehören, neue Zielgruppen zu erschließen und jüngere und mittlere Generationen stärker als bisher ans Haus zu binden“, begrüßt Oberbürgermeister Feldmann den zukünftigen Intendanten in Frankfurt.

„Ich bin davon überzeugt, dass Markus Fein für die Alte Oper und für Frankfurt ein großer Gewinn ist. Er verfügt neben seiner musikwissenschaftlichen Ausbildung über viele Jahre Erfahrung als Intendant und Kulturmanager. In der Branche hat Markus Fein einen ausgezeichneten Ruf, gilt als jemand, der nah am Publikum ist und immer wieder neue, originelle Formate erschließt. Seine Arbeit ist geprägt durch den Gedanken der Vernetzung und Teilhabe – beides passt wunderbar zur Alten Oper und dieser Stadt. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und die innovativen Impulse, die wir durch Markus Fein erfahren werden und die die Stellung der Alten Oper Frankfurt im internationalen Musikleben weiter ausbauen wird“, sagt Kulturdezernentin Hartwig.

Markus Fein wurde vor 48 Jahren in Frankfurt geboren, mit dieser Berufung schließt sich für ihn ein Kreis: „Die Alte Oper ist ein phantastisches Haus der Möglichkeiten. Ich will an die Arbeit von Stephan Pauly anknüpfen und den Weg der inhaltlichen Profilierung weitergehen und das Haus weiter für neue Zuhörer öffnen. Die Alte Oper ist ein großes Geschenk der Stadt Frankfurt an die Musikwelt.“

Fein studierte Angewandte Kulturwissenschaften, Musikwissenschaften sowie Kunstgeschichte und schloss sein Studium mit einer musikwissenschaftlichen Dissertation an der Universität Hamburg ab. Danach übernahm er die Künstlerische Leitung der „Sommerlichen Musiktage Hitzacker“ für zehn Jahre, denen er bereits von 1993 als Mitarbeiter, Dramaturg und organisatorischer Leiter verbunden war.

Ab 2006 leitete er als Intendant für fünf Jahre die „Niedersächsischen Musiktage“. Von 2010 bis 2012 war er zunächst künstlerischer Berater, schließlich als Leiter Programmplanung/Dramaturgie bei den Berliner Philharmonikern. Fein arbeitete in dieser Zeit unter anderem mit Sir Simon Rattle an neuen Veranstaltungsformaten.

Seine derzeitige Arbeit bei den Festspielen in Mecklenburg-Vorpommern ist vor allem geprägt durch ein breites musikalisches Spektrum und den Anspruch, Konzerte einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Teilhabe, inhaltliche Profilschärfe und ein sinnlich-diskursiver Ansatz prägen sein Denken als Intendant. Besonders für ein junges Publikum konzipierte er zahlreiche neue Konzertformate und Dialogforen. Mit einem speziellen Kinderprogramm führte er seit 2017 alljährlich mehr als 10.000 Kinder an die klassische Musik heran.

Markus Fein tritt die Nachfolge von Stephan Pauly an, der die Alte Oper im Sommer 2020 nach mehr als acht Jahren verlassen und als neuer Intendant der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien beginnen wird. Pauly ist noch die gesamte Spielzeit 2019/20 in Frankfurt und wird das Programm der kommenden Spielzeit 2020/21 gestalten. Die Vorbereitung der Spielzeit 2021/22 liegt dann in den Händen von Markus Fein.

Foto: PM