Kirchen und Stadt laden zum 3. Ökumenischen Kirchentag an den Main ein

„Tschüss Dortmund – Ei Gude Frankfurt!“ Mit der herzlichen Einladung zum 3. Ökumenischen Kirchentag vom 12. bis 16. Mai 2021 nach Frankfurt am Main ist der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag am Sonntag zu Ende gegangen.

„Wir haben den Weg zum Ziel gemacht“, erklärte der Limburger Bischof Georg Bätzing. Dies sei ein „ganz starkes Zeichen“. 2021 sei es eine Herausforderung, „gemeinsam als Christinnen und Christen in einer vielfältigen und pluralen Stadt wie Frankfurt aufzutreten“, so Bätzing. Ziel ist es für Bätzing, in der Welt gemeinsam als Christen und Christinnen wahrgenommen zu werden, ganz unabhängig von der Konfession. Gemeinsam hatten Jung und Bätzing vor zwei Jahren zum Ökumenischen Kirchentag in die Rhein-Main-Metropole eingeladen. Frankfurt gehört sowohl zum Bistum Limburg als auch zur hessen-nassauischen Kirche.

Für den Frankfurter Bürgermeister Uwe Becker ist der Kirchentag ein „herausragendes Ereignis, das Menschen zusammenführt und begeistert – auch diejenigen, die sich bislang wenig mit der Kirche auseinandergesetzt haben.“ Becker: „Unsere internationale und weltoffene Stadt bietet den geeigneten Rahmen für den Dialog zwischen den christlichen Konfessionen wie auch zwischen den Religionen. Frankfurt steht für ein buntes und friedliches Miteinander und war immer schon Ort des Diskurses über die Zukunft der Gesellschaft in unserem Land. Es wäre schön, wenn von hier aus auch neue Impulse für die Ökumene ausgehen. Katholische und Evangelische Christen teilen sich den gleichen Himmel, weshalb nicht auch irgendwann das gleiche Brot. Wir freuen uns auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ÖKT 2021 in Frankfurt.“

„Ich wünsche mir Mut und Aufrichtigkeit für die christliche Ökumene“, so Bettina Limperg, die evangelische Kirchentagspräsidentin für den 3. Ökumenischen Kirchentag. Papst Franziskus werde mit dem Satz zitiert „Lasst uns nicht auf die Theologen warten“. Das gebe „unseren ökumenischen Laienbewegungen Rückenwind.“ Limperg: „Mit den Hauptthemenbereichen, die neben Fragen an Spiritualität und Kirche im 21. Jahrhundert auch Klimawandel, Schöpfung und internationale Verantwortung sowie Ökonomie, Macht und Herrschaft in den Blick nehmen, wird Frankfurt zudem ein im besten Sinne politischer, der gemeinsamen Verantwortung für diese eine Welt gerecht werdender ÖKT“. Aus Dortmund gehe Limperg „voller Vertrauen in diese Aufgabe“. Der Ökumenische Kirchentag in Frankfurt 2021 kann nach Worten von Thomas Sternberg, katholischer Kirchentagspräsident, bereits auf die „Pflanze namens Vertrauen“, die in zwei vorangegangenen Ökumenischen Kirchentage gewachsen sei. Wichtig sei es, das Verständnis weiter durch vermehrte Begegnungen zu vertiefen, sagte der Präsident des Zentralkomitees der Katholiken.

In der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und im Bistum Limburg haben die gemeinsamen Vorbereitungen auf den Ökumenischen Kirchentag bereits vor einem Jahr begonnen. In Dortmund präsentierten sich die Gastgeberinnen und Gastgeber in der Innenstadt mit einem gemeinsamen Programm. Neben EKHN und Bistum Limburg arbeiten auch die Evangelische Kirche von Kurhessen Waldeck, die Bistümer Mainz und Fulda sowie die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Hessen-Rheinhessen künftig an den Vorbereitungen mit. Der nächste Meilenstein auf dem Weg zum Ökumenischen Kirchentag wird die Auswahl des Leitworts für 2021 sein. Die Entscheidung ist für den Oktober vorgesehen. Mehr als 100.000 Gäste werden vom 12. bis 16. Mai 2021 am Main erwartet. Nach Berlin (2003) und in München (2010) findet in Frankfurt der 3. Ökumenische Kirchentag statt.

https://oekt-frankfurt.de/

Auf dem Foto (von links): Volker Jung (Kirchenpräsident EKHN), Uwe Becker (Bürgermeister und Kirchendezernent), Georg Bätzing (Bischof von Limburg)

Foto: PM