Science bridges cultures – Wissenschaft verbindet

Am 4. Mai findet erneut ein March for Science statt. In vielen Städten Deutschlands werden wieder tausende Menschen – nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – auf die Straße gehen, um für die Wissenschaft zu demonstrieren.

Neben vielen Transparenten wird man auch die Worte „Science Bridges Cultures“ auf Ansteck-Buttons bemerken können. Denn unter diesem Motto haben fünf wissenschaftliche Fachgesellschaften ihre insgesamt über 130.000 Mitglieder zur Teilnahme am March for Science 2019 aufgerufen: der Dachverband der Geowissenschaften (DVGeo), die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV), die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG), die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) sowie der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO).

Die großen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften wollen damit auch in diesem Jahr wieder ein gemeinsames Zeichen setzen, dass exakte und sorgfältige Wissenschaften essentiell sind für eine moderne Gesellschaft und nicht für populistische Thesen zurechtgebogen werden dürfen. Wissenschaftliche Fakten dürfen nicht geleugnet, relativiert oder „alternativen Fakten“ als gleichwertig gegenübergestellt werden. Wenn Erkenntnisse wie der menschenverursachte Klimawandel verharmlost und Initiativen gegen die Erderwärmung eingestellt oder zurückgefahren werden, dann bedroht das das Leben von Millionen Menschen.

Ein Zeichen für die Wissenschaft

Für die Einordnung wissenschaftlicher Erkenntnisse bedarf es eines freien und mit rationalen Argumenten geführten wissenschaftlichen Diskurses. Wissenschaftliche Fakten bilden die Grundlage für die politisch-gesellschaftliche Debatte. Die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften treten entschieden gegen die Verfälschung wissenschaftlicher Erkenntnisse ein. Wenn die Erkenntnisse von Forschung und Wissenschaft nur noch als eine mögliche Meinung von vielen dargestellt werden, verlieren sie ihre Bedeutung, und der Wissenschaft wird letztlich ihre Existenzberechtigung entzogen. Der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn muss das Maß aller Dinge bleiben, auch und gerade dann, wenn er zu unbequemen Antworten führt. Wissenschaftliche Fakten als Grundlage des gesellschaftlichen Diskurses sind nicht verhandelbar!

Wissenschaft lebt von Kooperationen über Grenzen hinweg

Wissenschaftliche Fakten sind zudem nicht an Staatsgrenzen gebunden. Daher darf der freie Austausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller Nationalitäten nicht eingeschränkt werden. Die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften befürworten deswegen den grenzenlosen Austausch wissenschaftlicher Ideen. Alle Akteure müssen dafür frei forschen und reisen können. Denn Science bridges cultures – Wissenschaft verbindet.

Über weitere gemeinsame Aktivitäten der fünf Fachgesellschaften informiert die Internetseite www.wissenschaft-verbindet.de.

Die fünf Fachgesellschaften vertreten zusammen über 130.000 Mitglieder. Sie verbindet das Bewusstsein, dass die in der Wissenschaft Tätigen für die Gestaltung des gesamten menschlichen Lebens in besonders hohem Maße verantwortlich sind. Sie verpflichten ihre Mitglieder, für Freiheit, Toleranz, Wahrhaftigkeit und Würde in der Wissenschaft einzutreten. Sie sind der Überzeugung, dass wissenschaftliche Erkenntnisse eine Grundvoraussetzung sind, um den Herausforderungen der Zukunft begegnen zu können. Fakten müssen dabei die Grundlage für politisch-gesellschaftliche Debatten bilden. Dafür bedarf es eines freien und mit rationalen Argumenten geführten wissenschaftlichen Diskurses.

Informationen zu den Gesellschaften:

Dachverband der Geowissenschaften (DVGeo)
Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV)
Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)
Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)
Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO)

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. Eines ihrer Anliegen ist es, die moderne Chemie auch der interessierten Öffentlichkeit verständlich zu machen und ihr damit Zusammenhänge in Naturwissenschaften und Technik zu erschließen.