Zahlreiche Bäume von Rußrindenkrankheit befallen – Pilz kann zu Atemwegsproblemen führen

Die Rußrindenkrankheit macht auch nicht vor dem Frankfurter Stadtgebiet halt: Dort sind vermutlich zahlreiche Bäume von dem Schimmelpilz befallen. Betroffen sind laut Grünflächenamt vor allem Ahornbäume, insbesondere Bergahorn.

Daher überprüft das Amt derzeit im gesamten Stadtgebiet den Baumbestand. Kranke Bäume müssen gegebenenfalls gefällt werden, da sie nicht mehr standsicher sind. Die Pilzsporen können bei Menschen Atemwegsprobleme, Reizhusten, Fieber, Atemnot und Schüttelfrost auslösen.

Der Befall ist am Aufreißen der Baumrinde und einem schwarzen, rußartigen Pilz am Stamm und in Bodennähe zu erkennen. Der Pilz schlummert jahrelang unter der Rinde, lässt diese schwarz werden und die Bäume absterben. Ein wirksames Mittel dagegen gibt es bislang nicht. „Es tut uns um jeden einzelnen Baum leid, der jetzt aufgrund der Rußrindenkrankheit gefällt werden muss“, sagt Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig. „Aber der Pilzbefall ist eine direkte Folge des trockenen und heißen Sommers 2018.“ Der Sommer habe die Bäume stark geschwächt und damit anfällig für Krankheiten und Parasiten gemacht, so die Dezernentin: „Wir spüren die Folgen des Klimawandels. Die Herausforderung für uns für die Zukunft wird sein, die passenden Bäume für das sich verändernde Klima zu finden.“

Heilig bittet, befallene Bäume dem Grünflächenamt zu nennen und im Verdachtsfall möglichst Abstand von den Bäumen zu halten. Das Fachpersonal des Grünflächenamtes oder der beauftragten Firmen sind mit der vorgeschriebenen Schutzausrüstung ausgestattet und fällen den Baum mit entsprechender Sorgfalt.

Das Grünflächenamt nimmt Hinweise unter den Rufnummern 069/212-30991 (für Bäume in Parks und Grünanlagen) oder 069/212-30117 (für Bäume im Wald) entgegen.