OB Feldmann überreicht verdienten Frankfurtern die Römerplakette

„Sie eint die Liebe zu Frankfurt und der Wunsch, die Stadt noch besser zu machen. Mit Ihrem Engagement stärken Sie die Stadt und unsere Demokratie!“ Mit diesen Worten hat Oberbürgermeister Peter Feldmann vor kurzem verdienten Frankfurterinnen und Frankfurtern im Kaisersaal die Römerplakette überreicht.

Er dankte zusammen mit Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler den Geehrten für ihren Dienst am Gemeinwesen.

Die Auszeichnung kann ehrenamtlich für die Stadt Frankfurt am Main Aktiven in Anerkennung ihrer Verdienste verliehen werden. Es gibt sie in drei Stufen, und zwar in Bronze für über zehnjähriges Engagement, Silber für 15 Jahre und Gold für 20 Jahre. Unter den Geehrten befinden sich beispielsweise Stadtverordnete, Ortsbeiratsmitglieder, Kinderbeauftragte, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und Sozialbezirksvorsteher – bekannte und weniger bekannte Namen.

„Viele Ehrenamtliche stehen selbst nicht gerne im Mittelpunkt. Bitte halten Sie es heute einmal aus. Seien Sie stolz auf sich. Denn wir sind alle stolz auf Sie und Ihre Leistungen“, sagte Feldmann. Dabei betonte er die besondere Funktion des Ehrenamtes für das Gemeinwesen: „Es findet neuralgische Punkte in der Gesellschaft. Das Ehrenamt schafft belastbare Verbindungen und Zusammenhalt. Das ist ein unbezahlbarer Schatz“, betonte der Oberbürgermeister.

Feldmann zeigte in seiner Rede die wechselseitige Beziehung von Demokratie und Ehrenamt auf. „Wir wollen den Einsatz der Bürgerinnen und Bürger für ihren demokratischen Staat. Wir wollen keinen Untertanenstaat, sondern eine wehrhafte, engagierte Demokratie. Dafür brauchen wir Menschen wie Sie!“, sagte der Oberbürgermeister. Er forderte die Gäste auf, in der Stadt der Paulskirche als Wiege der deutschen Demokratie über aktuelle politische Entwicklungen nachzudenken. „Unsere Antwort auf die reaktionäre, im Kern anti-aufklärerische Herausforderung unserer Zeit darf nicht der autoritäre Staat sein“, sagte das Stadtoberhaupt. Zugleich lud der Oberbürgermeister die versammelten Gäste ein, sich in die Debatte über die Zukunft der Paulskirche „als Ort der Demokratie und offenen Gesellschaft“ aktiv einzubringen.

Unter den Empfängern der Römerplakette in Gold befindet sich neben 25 anderen beispielsweise Luigi Brillante, „ein waschechter Frankfurter“, wie Feldmann sagte. Der 60-jährige gebürtige Italiener ist seit 2001 Stadtverordneter, davor war er von 1997 an Mitglied der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung. Brillante ging in seiner Dankesrede besonders auf die Rolle des Ehrenamtes für das Zusammenleben in der Stadt ein. Ebenfalls in Gold ging die Römerplakette an Stadtverordnetenvorsteher Siegler. Er ist seit vielen Jahren in unterschiedlichen Funktionen in der Frankfurter Kommunalpolitik aktiv.

Zu den Empfängern der 39 Auszeichnungen in Silber gehören beispielsweise Karin Schmidt, Ansprechpartnerin im Klinikum Höchst sowie Klaus Volk, Sozialpfleger und ehemaliges Ortsbeiratsmitglied. Geehrt mit der bronzenen Römerplakette wurden unter anderem Franz-Josef Hauke für seine Tätigkeit als Sozialpfleger sowie Walburga Jakob, ehrenamtliche Gutachterin für Stadtvermessung sowie 45 weitere Frankfurter.

Foto: Bernd Kammerer