Frankfurter Caritasverband kritisiert Entscheidung des Vatikans

(pm/fma) – In einer Stellungnahme zur Verweigerung des „Nihil obstat“ für Prof. Wucherpfennig kritisiert der Caritasverbands Frankfurt e. V. den Vatikan.

Wörtlich heißt es darin:

„Die Mitgliederversammlung des Caritasverband Frankfurt e. V. steht geschlossen hinter dem Rektor der Hochschule Sankt Georgen, Jesuitenpater Prof. Ansgar Wucherpfennig. Die Entscheidung des Vatikans, ihm die Unbedenklichkeitserklärung „Nihil obstat“ zu verweigern, ist vollkommen unverständlich.

Es scheint, als solle ein kritischer Diskurs über die Zukunft der eigenen Institution unterbunden werden. Ist es wirklich nicht gewünscht, Dinge zu hinterfragen und kritisch zu reflektieren? Sollen diejenigen, die an einem offenen Austausch zu grundlegenden Themen interessiert sind, tatsächlich am Sprechen gehindert werden?

Wir sind daher froh über die deutlichen Äußerungen des Limburger Bischofs, Dr. Georg Bätzing, und des Frankfurter Stadtdekans, Dr. Johannes zu Eltz, und unterstützen diese vollumfänglich.

Wir stehen weiterhin vorbehaltlos hinter Ansgar Wucherpfennig. Menschen wie er, sind nah an der Lebenswirklichkeit junger Menschen, die in Zukunft in pastoralen Berufen Verantwortung in der katholischen Kirche übernehmen wollen. Er ist Sprachrohr einer jungen Generation von Katholiken, über Bistumsgrenzen hinweg.

Gerade in dieser Zeit, in der ein offener Diskurs und eine kritische Überprüfung zu Lehre und Struktur der katholischen Kirche aus unserer Sicht notwendig sind, braucht es Menschen wie Prof. Wucherpfennig. Die katholische Kirche muss sich in ihren Lehren mehr den Lebenswirklichkeiten der Menschen stellen und sich den unterschiedlichen Lebenssituationen stärker öffnen. Niemand sollte Angst haben müssen, dass er und sie in der Kirche nicht so gewollt ist, wie er und sie ist. Wir wollen an einer Kultur arbeiten, in der wir Fragen und Themen offen ansprechen können – ohne Angst vor Ressentiments.“