Neue Außenanlage für Goldgelbe Löwenäffchen

(pm/fma) – Für die Goldgelben Löwenäffchen im Grzimekhaus hat der Zoo eine neue Außenanlage gebaut.

Das ist gut für die geselligen Tiere, die sich jetzt sonnen und neue Reize erfahren können. Zugleich wird mit der kleinen aber feinen Außenanlage ein Bereich belebt, in dem bislang keine Tiere zu sehen waren.

Obwohl die Innenanlage im Grzimekhaus groß ist und die Goldgelben Löwenäffchen viel Bewegungsspielraum haben, fehlte ihnen bislang der Zugang zu einem Außenbereich. Der Zoo hat Abhilfe geschaffen und eine circa 42 Kubikmeter umfassende Gehegefläche an der Außenseite des Grzimekhauses geschaffen. „Das ist nicht nur schön für die Tiere, sondern auch für die Besucherinnen und Besucher“, betont Kulturdezernentin Ina Hartwig, „denn im Bereich zwischen Grzimekhaus und Exotarium war bislang kein Tier zu sehen. Die Löwenäffchen mit ihrer charmanten Lebendigkeit werten den gesamten Platz auf.“

Die Konstruktion aus verzinktem Stahl und einer acht Meter langen Glasfront ist bepflanzt und mit Klettermöglichkeiten ausgestattet. Sie beherbergt zunächst eine Gruppe aus drei Goldgelben Löwenäffchen. In der Innenanlage teilen sich die Tiere die Wipfel-Region mit einem Zweifinger-Faultier. Das Faultier ist gerade mit der Jungtieraufzucht beschäftigt, wird die Außenanlage aber zu gegebener Zeit ebenfalls nutzen können.

Im Innenbereich des Grzimekhauses sorgen UV-Licht durchlässige Doppelstegplatten und zu öffnende Deckenfenster in den Anlagen für die nötige Versorgung der Tiere mit Tageslicht und frischer Luft. „Doch nun können sich die kleinen Krallenaffen richtig sonnen, und sie erfahren viele zusätzliche Reize etwa durch Geräusche, Vögel und Witterung“, freut sich Zoodirektor Dr. Miguel Casares über die neue Außenanlage, die nach seinen Entwürfen realisiert wurde und später noch um einen weiteren Teil ergänzt werden soll.

Die in einem Regenwaldgebiet Brasiliens heimischen Goldgelben Löwenäffchen werden etwa 34 Zentimeter groß und haben ein Gewicht von 380 bis 800 Gramm. Sie verdanken ihren Namen dem goldgelben Fell und der löwenähnlichen Mähne. Die im Freiland einst stark bedrohte Tierart konnte durch ein Wiederansiedlungsprojekt gerettet werden. Anfang der 1970er Jahre war der Bestand im Freiland auf etwa 200 Individuen gesunken.

Die Wiederansiedlung der Goldgelben Löwenäffchen in Brasilien gilt als eines der erfolgreichsten Auswilderungsprojekte der Welt und wurde über 20 Jahre lang von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) unterstützt. Unter der Federführung des National Zoo in Washington schlossen sich 140 Zoos zusammen und starteten ein internationales Zuchtprogramm. Mit dabei war auch der Zoo Frankfurt. Aus den ehemals 153 ausgewilderten Zootieren, die aus aller Welt nach Brasilien gebracht worden waren, hat sich ein Bestand von mehr als 1.700 Tieren entwickelt. Seit dem Jahr 2000 müssen daher keine weiteren Löwenäffchen mehr im Freiland angesiedelt werden.

Foto: Zoo Frankfurt