Nachtverkehr auf der U-Bahn: Erstaunlich gute Resonanz

(pm/fma) – „Rund 3300 Menschen pro Wochenende nutzten schon im Januar unser neues Nachtverkehrs-Angebot auf den U-Bahn-Linien U4 und U8“, stellt Verkehrsdezernent Klaus Oesterling fest. „So kurz nach dem Start ist das ein ausgezeichnetes Ergebnis.“

Seit 10. Dezember 2017 verkehren in den Wochenend-Nächten U-Bahnen in Frankfurt. Die Linien U4 (Bockenheimer Warte – Seckbacher Landstraße) und U8 (Südbahnhof – Heddernheim) verbinden die Stationen des S-Bahn-Nachtverkehrs, Hauptbahnhof und Südbahnhof, mit dem traditionellen Nachtbusknoten an der Konstablerwache. Um einen ersten Eindruck von der Akzeptanz des neuen Angebots zu bekommen, führte die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ an zwei Wochenenden im Januar (20./21. und 27./28.) Zählungen und Befragungen auf den beiden U-Bahn-Linien durch.

Im Mittel wurden die Nachtfahrten auf der Linie U4 in den Nächten zum Samstag von rund 800 Fahrgästen genutzt, in den Nächten zum Sonntag fuhren fast 1150 Menschen mit. Bei der Linie U8 lagen die Zahlen mit knapp 620 (zum Samstag) und 720 (zum Sonntag) etwas niedriger. Die stärkere Nutzung der U4 lässt sich leicht damit erklären, dass sie den Nachtbusknoten Konstablerwache mit dem starken S-Bahn-Startpunkt Hauptbahnhof verbindet. Bemerkenswert ist die spürbar stärkere Nutzung der U4 in den Nächten zum Sonntag.

„Es war ganz offensichtlich an der Zeit, fast zwanzig Jahre nach dem Start des Nachtbusses das Angebot auch auf die Schiene auszuweiten“, stellt Oesterling fest. Denn es ist eher ungewöhnlich, dass ein neues Angebot so schnell so gut angenommen wird – es kann daher damit gerechnet werden, dass die positive Entwicklung anhalten wird.

Auch das Urteil der von traffiQ befragten Fahrgäste in den nächtlichen U-Bahnen ist sehr eindeutig: 90 Prozent finden es gut, dass jetzt nachts einige U-Bahnen fahren. Ein knappes Zehntel wünscht sich einen Ausbau des Angebots, konkret den Betrieb auf weiteren Strecken und Linien, häufigere Fahrten, aber auch bessere Anschlüsse. Dominierend in den nächtlichen Bahnen war mit 83 Prozent ganz klar die Gruppe derjenigen, die von einer Freizeitaktivität nach Hause wollen.

„Ein erfolgreicher Start“, schließt der Verkehrsdezernent und traffiQ-Aufsichtsratsvorsitzende. „Jetzt gilt es, die Wünsche der Fahrgäste aufzugreifen und ab kommenden Dezember für die Wochenenden ein rundes Nachtverkehrskonzept für Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet auf die Achsen zu stellen – ohne gesperrten S-Bahn-Tunnel, aber dafür mit einem möglichst gut aufeinander abgestimmten Netz von S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn und Bus. Der Bedarf ist ganz offensichtlich vorhanden.“ Das Ergebnis der Befragung liegt grafisch aufbereitet als PDF bei.

Am Rande wies Oesterling darauf hin, dass ab sofort die aktuellen Zahlen der kontinuierlichen ⇒Haltestellenzählung („Konti“) für 2017 als Open Data von traffiQ zur Verfügung gestellt worden sind.