Kirchendezernent Becker wünscht Muslimen einen gesegneten Ramadan

(pm/fma) – Am Freitagabend, 26. Mai, beginnt der muslimische Fastenmonat Ramadan. Als eine der fünf Säulen des Islams hat der Ramadan für Muslime eine wichtige Bedeutung. Was in Deutschland vor allem als Fastenmonat bekannt ist, ist auch ein Begriff für den neunten Mondmonat, der im islamischen Kalender zu finden ist.

Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker sieht in diesen Wochen eine gute Gelegenheit für Besinnung und Einkehr, aber auch für neue Begegnungen.

„Eine solche Zeit der Einkehr, wie es sie bei vielen Religionen gibt, ist eine Bereicherung. Der Brauch des Fastens ist Jahrtausende alt. Bei den Christen ist es die Fastenzeit vor Ostern. Diese Zeit bietet in unserer schnelllebigen Welt eine Möglichkeit, sich mit sich selbst und den Mitmenschen auseinanderzusetzen, wie es im Alltag sonst kaum möglich ist. Gleichzeitig weist diese Tradition auch auf ein gemeinsames Element der monotheistischen Weltreligionen hin und macht deutlich, dass wir uns öfter mit den verbindenden Elementen unserer Kulturen und Traditionen beschäftigen sollten, als mit der Frage, was uns trennt“, sagt Becker.

Je nach Jahr dauert der Fastenmonat Ramadan 29 oder auch 30 Tage, die Dauer ist abhängig vom Stand des Mondes. In diesem Jahr beginnt der Fastenmonat am 26. Mai und endet am 24. Juni. Zentraler Teil des Ramadan ist das Fasten ab Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang. Somit kann ein Fastentag unterschiedlich lang dauern. Insbesondere in den Sommermonaten gibt es lange Fastentage im Islam.

In Frankfurt am Main sind Menschen aus über 170 Ländern und Angehörige von rund 160 Gemeinden aller Weltreligionen zu Hause und praktizieren ein friedliches Miteinander. „Sich seiner eigenen Wurzeln und Traditionen bewusst zu sein und diese auch leben zu können, ist für die eigene Identität wichtig. Ebenso die Besinnung auf ein gemeinsames Wertefundament, das unsere Gesellschaft stärkt und zusammenhält. Offenheit, gegenseitiges Verständnis und Respekt sind für ein friedliches Zusammenleben unabdingbar. Respekt gegenüber dem Einzelnen wie auch gegenüber den Grundwerten eines friedlichen Miteinanders, beides zusammen ist möglich. Die Fastenzeit kann eine gute Gelegenheit auch für Nicht-Muslime bieten, sich mit dem Glauben ihrer Mitmenschen auseinanderzusetzen, aufeinander zuzugehen und voneinander zu lernen. Die Internationalität und damit die kulturelle sowie religiöse Vielfalt ist eine Bereicherung für unsere Stadt und unsere Gesellschaft. Wir alle sind aufgefordert, gegenüber Eiferern, Angstmachern und Hetzern für ebenjenes friedliche Miteinander einzustehen. Ich wünsche allen Muslimen einen gesegneten und besinnlichen Ramadan“, so Becker abschließend.