Brand in Mehrfamilienhaus – Rettungswagenbesatzung verhindert Schlimmeres

(pm/fma) – Gegen 08:05 Uhr wurde die Feuerwehr am Donnerstagmorgen zu einem Brand in den Ortsteil Eckenheim alarmiert. Dort brannte es auf dem Marbachweg in einem dreigeschossigen Mehrfamilienhaus, nur wenige hundert Meter von der Feuerwache 1 entfernt.

Eine Besatzung von einem zufällig an der Einsatzstelle vorbeifahrenden Rettungswagen vom ASB, welche Rauchaustritt aus dem Fenster einer Wohnung im 1. Obergeschoss bemerkt hatte, warnte durch Klingeln an der Haustür und Rufen in den Treppenraum die Bewohner des betroffenen Hauses. Neben drei anderen Personen wurden dadurch auch zwei männliche Bewohner, die zu diesem Zeitpunkt in einem Zimmer der Brandwohnung schliefen, geweckt und konnten ihre Wohnung noch unverletzt verlassen.

Während dieser Zeit kam es aus noch ungeklärter Ursache zu einer Verpuffung im Brandraum. Die dabei entstandene Druckwelle zerstörte ein Fenster, in dessen Folge Glassplitter bis auf dem Gehweg der gegenüberliegenden Fahrbahnseite vom Marbachweg geschleudert worden sind. Einem zu diesem Zeitpunkt an der Einsatzstelle vorbeifahrenden Pkw zerstörte vermutlich das umherfliegende Glas eine Seitenscheibe.

Aufgrund des bereits stark verrauchten Treppenraumes war für einen Bewohner aus dem Dachgeschoss eine Flucht ins Freie nicht mehr möglich. Dieser konnte von der Feuerwehr mit Hilfe der Drehleiter durch ein Fenster im Giebel gerettet werden. Gleichzeitig konnte durch die Vornahme von jeweils einem Rohr im Außen- und einem Rohr im Innenangriff der Brand von der Feuerwehr unter Kontrolle gebracht und schnell gelöscht werden.

Mit Hilfe von einem Teleskoplader wurden von der Feuerwehr für Nachlöscharbeiten Teile vom Brandschutt aus der Wohnung entfernt und im Innenhof der Immobilie zwischengelagert.

Dass bei diesem Einsatz keine Verletzten zu beklagen sind, ist insbesondere dem sofortigen Handeln der vorgenannten Rettungswagenbesatzung zu verdanken. Das vom Brand betroffene Zimmer ist völlig zerstört und die betroffene Wohnung unbewohnbar. Durch die Einwirkung von Rauch ist außerdem das komplette Haus stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Der entstandene Sachschaden wird von der Feuerwehr auf rund 100.000 € geschätzt. Die Brandursache sowie die Ursache für die im Einsatzverlauf aufgetretene Verpuffung wird von der Polizei ermittelt.

Die Berufsfeuerwehr und der Rettungsdienst waren mit insgesamt neun Fahrzeugen und 26 Einsatzkräften vor Ort im Einsatz.